Der Lübecker Herrentunnel ist ein Politikum. Das verkehrsplanerisch ausgesprochen fragwürdige PPP-Projekt zählt zu den wenigen mautpflichtigen Verkehrswegen in Deutschland. Allerdings verteilt sich der Ärger über die bürgerunfreundliche und teuere Verbindung zwischen Kernstadt und den Stadtteilen nördlich der Trave auf alle Verkehrsteilnehmer.
Weil die autozentrierte Planung keine Radfahrer und Fußgänger vorsah, müssen diese seit Jahren mit einem Shuttlebus durch den Tunnel gekarrt werden. Der ist zwar kostenlos, dafür allerdings recht unpraktisch. Während für Autofahrer der Slogan „So schnell kann’s gehen“ ersonnen wurde, gilt für Radfahrer und Fußgänger die Devise „So lange kann’s dauern„.
Neulich dauerte es sogar ganze 25 Minuten, da der Bus wegen einer Tunnelbaustelle einen Riesenumweg fahren musste. 25 Minuten, um von der einen auf die andere Tunnelseite zu kommen. Wahnsinn. Damit wird langsam die Schwelle der aktiven Benachteiligung des Radverkehrs angekratzt, was eine Stadtverwaltung, die nach außen hin betont klima- und fahrradfreundlich auftritt, ziemlich blank aussehen lässt. Peinlich, peinlich…
Und nicht zu vergessen: Diese unsägliche Verbindung wird gerade in der Sommersaison von nicht wenigen Radtouristen genutzt. Kein gutes Aushängeschild für die Hansestadt.
Nach 25 Minuten endlich auf der anderen Seite der Trave…
Systemkasper auf der Schleimspur
Der unlustige Systemkasper Kerkeling ist mal wieder auf seiner eigenen Schleimspur unterwegs und inszeniert sich als Retter der Demokratie. Dass sein verquerer Demokratiebegriff indes eine Verballhornung tatsächlicher (nicht: „unserer (c)“) Demokratie ist, weist ihn als Büttel jener Machteliten aus, die sich mit dem Aufbau eines neuen Autoritarismus beschäftigen.
Als Komiker unbrauchbar geworden, sucht er sein Heil wie viele andere sogenannte Künstler in der maximalmöglichen Anbiederung an die Macht. Wenn er dabei einfach nur zu blöd wäre, seine Anustaucherei auch als solche zu erkennen, könnte ihm zumindest als ein mildernder Umstand anerkannt werden. Doch tatsächlich scheint nicht einmal sehr weit hergeholt zu sein, dass sich der Hape insgeheim schon als künftiger Bundespräsident imaginiert. Was irgendwie passen würde, da sich das Prinzip der Negativauswahl seit Längerem in den Auswahlverfahren politischer Eliten durchgesetzt hat.
Wie auch immer, bereits in der Coronazeit hatte sich Kerkeling willfährig in den Dienst des repressiven staatlichen Coronaregimes gestellt und sich damit nicht nur an einem Staatsverbrechen, sondern auch an der massiven Verletzung von Demokratie und Grundrechten beteiligt. Seine demokratietheoretische Kompetenz dürfte sich von daher für Fallschirmsprünge unter dem Teppich eignen. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, wenn er den historischen Nationalsozialismus tendenziell verharmlost und es nicht einmal mitkriegt.
Leute wie er sind Perlen für jeden Unrechtsstaat. Auch dürfte irgendwie klar sein, wem opportunistische Mitläufer wie er 1933 höchstwahrscheinlich zugejubelt hätten.