Der Lübecker Herrentunnel ist ein Politikum. Das verkehrsplanerisch ausgesprochen fragwürdige PPP-Projekt zählt zu den wenigen mautpflichtigen Verkehrswegen in Deutschland. Allerdings verteilt sich der Ärger über die bürgerunfreundliche und teuere Verbindung zwischen Kernstadt und den Stadtteilen nördlich der Trave auf alle Verkehrsteilnehmer.
Weil die autozentrierte Planung keine Radfahrer und Fußgänger vorsah, müssen diese seit Jahren mit einem Shuttlebus durch den Tunnel gekarrt werden. Der ist zwar kostenlos, dafür allerdings recht unpraktisch. Während für Autofahrer der Slogan „So schnell kann’s gehen“ ersonnen wurde, gilt für Radfahrer und Fußgänger die Devise „So lange kann’s dauern„.
Neulich dauerte es sogar ganze 25 Minuten, da der Bus wegen einer Tunnelbaustelle einen Riesenumweg fahren musste. 25 Minuten, um von der einen auf die andere Tunnelseite zu kommen. Wahnsinn. Damit wird langsam die Schwelle der aktiven Benachteiligung des Radverkehrs angekratzt, was eine Stadtverwaltung, die nach außen hin betont klima- und fahrradfreundlich auftritt, ziemlich blank aussehen lässt. Peinlich, peinlich…
Und nicht zu vergessen: Diese unsägliche Verbindung wird gerade in der Sommersaison von nicht wenigen Radtouristen genutzt. Kein gutes Aushängeschild für die Hansestadt.
Nach 25 Minuten endlich auf der anderen Seite der Trave…
In den goldenen Klos von Kiew
Kürzlich empfing der Hilfskanzler der Ukraine den ukrainischen Machthaber in Berlin. Für den deutschen Steuerzahler verheißt das nichts Gutes, denn es werden sicher wieder Unmengen an Steuergeldern in den korrupten Staat in Osteuropa fließen.
Was die Männderliebe des Friedrich Merz zum rechtsnationalen Schauspieler und Staatschef so innig macht, bleibt indes ein Rätsel. Zu vermuten ist aber, dass die Verbundenheit zum ehemaligen (?) Arbeitgeber Blackrock ein potentes Aphrodisiakum sein dürfte. Schließlich profitiert der Vermögensverwalter – und selbstverständlich auch die von ihm betreuten Investoren –kräftig durch Rüstungsinvestments sowie am milliardenschweren Wiederaufbau des Landes.
Wie dem auch sei, deutlich wird in dieser Angelegenheit auch, wer den Blackrock-Fritzen nicht interessiert – nämlich die deutsche Bevölkerung. Oder besser jener Teil davon, der durch selbständige und nicht-selbständige Arbeit die Steuereinnahmen erwirtschaftet, die ein wenig später postwendend in den goldenen Klos von Kiew landen.
Zur gleichen Zeit bastelt die Merz-Regierung an Reformen, die die gigantischen Fehlentscheidungen dieser und vormaliger Regierungen glattbügeln sollen. Sie alle laufen im Wesentlichen darauf aus, die Bürger dieses Landes noch weiter auszuquetschen. Und da reden wir noch nicht von der autoritären Wende, die derzeit in vollem Gange ist.
Freilich bleiben die Hauptursachen der Misere unangetastet: Wer glaubt, dass die Themen Massenmigration, Energieversorgung und Militarisierung zugunsten der Bürger verändert würden, lebt im Wolkenkuckucksheim. Denn die Devise lautet nach wie vor: Eiter weiter!
Wer eine solche Regierung hat, braucht keine Feinde mehr.