Der Lübecker Herrentunnel ist ein Politikum. Das verkehrsplanerisch ausgesprochen fragwürdige PPP-Projekt zählt zu den wenigen mautpflichtigen Verkehrswegen in Deutschland. Allerdings verteilt sich der Ärger über die bürgerunfreundliche und teuere Verbindung zwischen Kernstadt und den Stadtteilen nördlich der Trave auf alle Verkehrsteilnehmer.
Weil die autozentrierte Planung keine Radfahrer und Fußgänger vorsah, müssen diese seit Jahren mit einem Shuttlebus durch den Tunnel gekarrt werden. Der ist zwar kostenlos, dafür allerdings recht unpraktisch. Während für Autofahrer der Slogan „So schnell kann’s gehen“ ersonnen wurde, gilt für Radfahrer und Fußgänger die Devise „So lange kann’s dauern„.
Neulich dauerte es sogar ganze 25 Minuten, da der Bus wegen einer Tunnelbaustelle einen Riesenumweg fahren musste. 25 Minuten, um von der einen auf die andere Tunnelseite zu kommen. Wahnsinn. Damit wird langsam die Schwelle der aktiven Benachteiligung des Radverkehrs angekratzt, was eine Stadtverwaltung, die nach außen hin betont klima- und fahrradfreundlich auftritt, ziemlich blank aussehen lässt. Peinlich, peinlich…
Und nicht zu vergessen: Diese unsägliche Verbindung wird gerade in der Sommersaison von nicht wenigen Radtouristen genutzt. Kein gutes Aushängeschild für die Hansestadt.
Nach 25 Minuten endlich auf der anderen Seite der Trave…
Die Hackfresse des Autoritarismus
Was haben Saskia Esken und Agnes Strack-Zimmermann gemeinsam? Ihre Gesichter spiegeln ihre Charakterzüge wider. Verhärmt, verhärtet, verbiestert, verbittert und bar jedweder Attraktivität und Anmut – politische Gnadenlosigkeit und Fanatismus scheinen beiden Damen geradezu in die Antlitze betoniert zu sein.
Auch das Liebäugeln mit dem Autoritarismus und eine gewisse Demokratieverachtung sind beiden gemein. Mit Hass und Hetze kennen sich die Grazien ebenfalls bestens aus, Eskens „Covidioten“ dürfen unvergessen bleiben, ebenso die kriegstreibenden Tiraden der Frau Zimmerflak.
Und da ist jetzt Ben Berndt, ein Podcaster, der den zur Unperson erklärten Björn Höcke einfach mal hat ausreden lassen. Über vier Stunden lang. Ohne zu unterbrechen, zu canceln, zu dämonisieren oder im Regierungssinne paternalistisch „einzuordnen“. Also ohne all jene publizistischen Daumenschrauben, die der mediale Mainstream unliebsamen Stimmen sehr zum Schaden der Demokratie anzulegen pflegt.
Berndt hat getan, was in einer Demokratie selbstverständlich sein sollte, er hat einem relevanten politischen Mitspieler eine Bühne gegeben. Er hat den Wählern die Möglichkeit eröffnet, sich selbst ein Bild zu machen. Und die Klickzahlen deuten darauf hin, dass genau danach eine sehr hohe Nachfrage besteht. Selbstverständlich schließt die eigenverantwortliche Beurteilung des Herrn Höcke ein, dessen Einstellung furchtbar zu finden. Genau das ist der Prozess der demokratischen Meinungsbildung.
Und genau das ist es, was Politiker mit einer autoritären und demokratiefeindlichen Gesinnung ablehnen, nämlich den Wettbewerb gleichwertiger politischer Kräfte um die Stimmen der Bevölkerung. Doch Esken geht noch weiter, sie bringt einen Boykott des Kanals „Ben ungescripted“ durch Werbetreibende ins Spiel. Damit fordert sie als hohe Funktionärin einer Regierungspartei zur wirtschaftlichen Vernichtung eines Mediums via Blacklisting auf, was ganz offensichtlich in Richtung einer Zensurforderung geht.
Esken hat mal wieder gezeigt, dass sie mit demokratischen Prinzipien nicht nur nichts anzufangen weiß, sondern sie rundheraus ablehnt. Dass sie sich im Autoritarismus viel wohler zu fühlen scheint, dämmert indes immer mehr Wählern. Denn die SPD taumelt nicht zuletzt dank Gestalten wie ihr immer weiter der Bedeutungslosigkeit entgegen.