Der Lübecker Herrentunnel ist ein Politikum. Das verkehrsplanerisch ausgesprochen fragwürdige PPP-Projekt zählt zu den wenigen mautpflichtigen Verkehrswegen in Deutschland. Allerdings verteilt sich der Ärger über die bürgerunfreundliche und teuere Verbindung zwischen Kernstadt und den Stadtteilen nördlich der Trave auf alle Verkehrsteilnehmer.
Weil die autozentrierte Planung keine Radfahrer und Fußgänger vorsah, müssen diese seit Jahren mit einem Shuttlebus durch den Tunnel gekarrt werden. Der ist zwar kostenlos, dafür allerdings recht unpraktisch. Während für Autofahrer der Slogan „So schnell kann’s gehen“ ersonnen wurde, gilt für Radfahrer und Fußgänger die Devise „So lange kann’s dauern„.
Neulich dauerte es sogar ganze 25 Minuten, da der Bus wegen einer Tunnelbaustelle einen Riesenumweg fahren musste. 25 Minuten, um von der einen auf die andere Tunnelseite zu kommen. Wahnsinn. Damit wird langsam die Schwelle der aktiven Benachteiligung des Radverkehrs angekratzt, was eine Stadtverwaltung, die nach außen hin betont klima- und fahrradfreundlich auftritt, ziemlich blank aussehen lässt. Peinlich, peinlich…
Und nicht zu vergessen: Diese unsägliche Verbindung wird gerade in der Sommersaison von nicht wenigen Radtouristen genutzt. Kein gutes Aushängeschild für die Hansestadt.
Nach 25 Minuten endlich auf der anderen Seite der Trave…
Nackt und vollgekackt
Manchmal muss es Vulgärsprache sein, manchmal lässt sich das Unfassbare nicht in schöne Worte kleiden. Da ist ein Land, das sich in aggressiver Manier anschickt, Europas größte Armee aufbauen zu wollen. Das von Kriegstreibern regiert wird, die Unsummen an Geld und Waffen in die Ukraine pumpen, um Russland zu zerstören, und die gleichzeitig das eigene Land deindustrialisieren.
In der Hauptstadt dieses Landes hat nun eine Terrorgruppe, die sich als links bezeichnet, die Stromversorgung für einen Stadtteil lahmgelegt. Die Reparatur dauerte mehrere Tage in altbewährtem Deutschland-Tempo. Zeit für viele Betroffene, in ihren Wohnungen mitten im Frostwinter zu frieren.
Und nun zeigt sich wie unter einer Lupe der Wahn- und Dünnsinn deutscher Politik: Der Regierende Bürgermeister verkriecht sich im Homeoffice und geht mit seiner Freundin Tennis spielen. Letztere ist übrigens Bildungssenatorin der Stadt. Zur Notstromversorgung ist die Handvoll vorhandener Aggregate ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die, die man jetzt bräuchte, hat man schon längst in die Ukraine geschickt.
Für frierende Bürger gibt es ungemütliche Feldbetten in Turnhallen, während in den Hotels und Herbergen Migranten wohnen – auf Kosten auch frierender Steuerzahler. Zur gleichen Zeit behauptet ein durchgeknallter Kriegstreiber, die Russen stünden hinter dem Anschlag auf die Infrastruktur.
Währenddessen setzt sich sein Parteichef und Kanzler in der Koalition der Willigen für den Einsatz europäischer Truppen in der Ukraine ein. Daraufhin schießen die Russen eine Oreschnik 80 Kilometer vor den Bug der NATO. Deutlicher könnte nicht werden, wie nackt und vollgekackt die Machteliten mittlerweile sind.