Dieser Winter war hartnäckig und böse. Reichlich Schnee versaute den Menschen die Laune und Dauerfrost packte noch den Hang zu Depressionen obendrauf. Trotzdem können wir wetten, dass auch der Frostwinter mit den wärmsten Wintermonaten seit Beginn der Menschheit aufwarten kann. Hier einige Fotos aus den traumatisierenden letzten Monaten.
Weihnachtsmarkt an der Lübecker DrehbrückeProst Glühwein (sauteuer und nichtmal gut)
Geisternebel
Am Seelandkai
Das elende Tier hat den Schnee verunehrt
Parkplatzromantik
Abendlicher Blick von der Eric-Warburg-Brücke
Dasselbe bei trübem Tageslicht
Nach kurzer Schneeschmelze im Januar waren einige Wege kaum befahrbar
…und wenige Meter später trotzdem noch gefroren (Radsturz auf Glatteis)
Tristesse im Stadtpark
Die zugefrorene Wakenitz
Festgefrorene Fundstücke
European Shit Closet
Um es vorweg zu nehmen: Ich kann dem ESC nichts abgewinnen. In kultureller Hinsicht sind die Beiträge der Teilnehmerländer zumeist irgendwo zwischenindustriellem Musikmüll und vollgekotztem Kulturklo einzuordnen. Ganz zu schweigen von dem kunterbunten Herumgehampele der „Interpreten“, wenn sie ihre Grütze „performen“. Von daher geht mir dieser pervertierte Gesangswettbewerb schon lange am Allerwertesten vorbei.
Trotzdem drang seine zunehmende Politisierung auch an mein zartes Gehör. Um so mehr freue ich mich über den Boykottaufruf vieler namhafter Künstler, der auf die Teilnahme Israels abzielt. Denn die Doppelmoral des vokalen Kasperletheaters ist himmelschreiend: Während Russland wegen des Ukrainekrieges seit Jahren ausgeschlossen ist, darf Israel trotz des fortgesetzten Völkermords in Gaza und anderer kriegerischer wie menschenverachtender Aggressionen weiterhin teilnehmen.
Dass das kilometerweit in den Himmel stinkt, ist dann auch Künstlern wie Roger Waters, Paul Weller oder Peter Gabriel sauer aufgestoßen. Gemeinsam mit zig weiteren Künstlerkollegen haben sie einen Boykottaufruf verfasst, der es in sich hat und dem eine möglichst große Publizität zu gönnen sei. Wäre ich ein bedeutender Berufskünstler, lautete meine erste Frage: „Wo kann ich unterschreiben?“ Das kann man übrigens tatsächlich, auch als unbedeutender Künstler. Ein entsprechendes Formular steht bereit. Also, nur zu!
Kleine Randnotiz: Der Blackrock-Kanzler und Netanjahu-Freund Merz befürwortet selbstredend eine Teilnahme Israels. War ja klar. Würg.