Weihnachtliche Gedanken zum Stadtbild

Friedrich Merz redet viel Dünnsinn und vieles davon ist nicht einmal wahr oder Ernst gemeint. Merz ist m.E. der miserabelste Bundeskanzler der deutschen Nachkriegsgeschichte und schlägt in Sachen Schlechtleistung sogar Merkel oder Scholz um Längen. Mit seiner Äußerung zum Stadtbild hat er jedoch ausnahmsweise einmal etwas Zutreffendes von sich gegeben, ob beabsichtigt oder nicht. Ein blinder Karpfen hat mal eine Kaulquappe gefunden, oder besser, es war so etwas, wie der lichte Moment eines unbedarften Kindes (oder in seinem Falle eher eines mit Ideologie und Psychokomplexen überfrachteten Greises), das in einer Situation des kollektiven Wegschauens mit dem Finger auf die gelbe Kuh zeigt und einfach nur sagt, dass da hinten eine gelbe Kuh äst.

Merkel-Poller auf dem Kohlmarkt

Okay, zu sagen, was ist, also die Wirklichkeit in Worte zu fassen, ist nicht gerade die Stärke des aktuellen Bundeskanzlers. Milde ausgedrückt. Aber so ähnlich, wie sich sein sabbernder Schwesterparteikollege aus Bayern einen Döner nach dem anderen fotowirksam in den Schlund stopft, ändert diese Form der präpolitischen Entäußerung auch nicht allzu viel daran, dass Döner in aller Regel lecker sind. Soll heißen, die Wirklichkeit ändert ihren Charakter auch dann nicht wesentlich, wenn sie von fragwürdigen Personen als solche erkannt wird.

Wie sehr Merz mit seiner Stadtbildäußerung ins Schwarze (Zwinkersmiley) getroffen hat, merkte man spätestens an den organisierten Entrüstungstürmen der allgegenwärtigen GONGOs (Governemental Organized Non-Governemental Organisations), die hierzulande nicht nur die Zivilgesellschaft ursupiert, sondern gleichsam auch den langen Arm der Exekutive weiter verlängert und damit die ohnehin schon grotesk destabilisierten Checks and Balances noch weiter aus dem demokratischen Lot gerissen haben.

Wie dem auch sei, im Anschluss an des Blackrock-Kanzlers Äußerung waberte eine trotziges „Wir sind das Stadtbild“ aus unzähligen Mündern der phänotypisch eher hellhäutigen Demonstrant*inninnengruppen besagter GONGOs. Augenfällig war dabei der verzweifelte Versuch einer erneuten Wirklichkeitsumdeutung, und zwar dergestalt, dass nicht festgestellt werden dürfe, was sich den Sinnen des objektiven Beobachters tagtäglich in deutschen Innenstädten aufdränge: Nämlich die abnehmende Sicherheit im öffentlichen Raum, die ansteigend potenzielle Bedrohung durch bestimmte Personengruppen vornehmlich migrantischer Provenienz, die anwachsende Dominanz bestimmter Einzelhandelsbetriebe wie Barbershops, Dönerbuden oder Hallal-Läden im innerstädtischen Geschäftsleben, die Grüppchen jüngerer Fremdländer mit Hang zu deviantem Sozialverhalten und die sich immer weiter ausbreitenden Waffenverbotszonen.

Merkel-Poller am Koberg

Bei letzteren handelt es sich um nichts anderes, als um Räume mit reduzierter Grundrechtsausstattung, denn die Polizei kann dort nahezu unbegrenzt und anlasslos Bürger nach was auch immer durchsuchen, in Rucksäcke, Hand- und Hosentaschen gucken, Koffer durchsuchen oder sich die Inhalte von Aktentaschen oder Schulanzen präsentieren lassen. Könnte ja sein, dass sich darin ein verbotenes Taschenmesser befindet. Anders ausgedrückt: Die Bürgerrechte aller werden geschliffen, weil sich einige wenige nicht an die Regeln halten und nahezu täglich Messerüberfälle verüben. Und genau hier muss nicht um den heißen Brei herumgeredet werden, denn bei diesen einigen Wenigen handelt es sich überwiegend um Menschen aus einigen wenigen Herkunftsländern, aus denen sie im Zuge einer nahezu unregulierten Massenimmigration in die deutschen Städte gelangt sind. Nicht auszuschließen ist in diesem Kontext ein gezieltes politisches Kalkül der gegenüber Grundrechten und Meinungsfreiheit eher skeptisch gesonnenen Machteliten.

Merkel-Poller in der Breiten Straße

Viele dieser Menschen wurden durch Kriegserfahrungen traumatisiert, werden von mannigfaltigen psychischen Störungen heimgesucht und verfügen zumeist über komplett andersartige, teils archaische und mit den sogenannten christlich-abendländischen Werten und Normvorstellungen mitunter inkompatible kulturelle und religiöse Prägungen. Das kann bei unzureichenden Ressourcen – und diese schließen die individuellen Motivationslagen der Adressaten mit ein – angesichts der schieren Anzahl an Migranten nicht funktionieren. Schon garnicht in einem Land, dem durch eine ideologisierte Deindustrialisierungspolitik sukzessive der Wohlstand entzogen wird. Der Verlust an gesellschaftlicher Kohäsion vollzieht sich dabei parallel zum Aufbau des kulturellen Selbstbewusstseins migrantischer Gruppen; Verwerfungen, die als Verlust der einheimischen Identität sowie dem Erleben von Überfremdung wahrgenommen werden. Aber nicht nur das, es gesellt sich zumindest beim erwerbstätigen Teil der autochtonen Bevölkerung die Erfahrung von Ungerechtigkeit hinzu, die sich aus dem Missverhältnis der eigenen mühselig hergestellten materiellen Absicherung und der offensichtlich problemlosen Einsickerung Fremder in die hiesigen Sozialsysteme ergibt. All dies ist sozialer Sprengstoff erster Klasse.

Blick zum Koberg

Das Stadtbild hat also nicht nur eine objektiv beobachtbare, sondern auch eine latent subjektiv wirkende Komponente. Beide kumulieren zu einem erheblichen Störgefühl, wenn mit den Weihnachtsmärkten Teile der letzten Bastionen der kulturellen Identitätsprägung der autochtonen Bevölkerung betroffen sind: Jeder weiß, und zwar in bester Konkordanz mit empirischen Daten, dass die mit den teureren und auch sehr auffälligen Sicherheitsmaßnahmen abgewehrten potenziellen Täter mit höchster Wahrscheinlichkeit aus Reihen arabischstämmiger Migrantengruppen stammen. Zugespitzt formuliert: Jeder Merkel-Poller vor einem Weihnachtsmarkt symbolisiert das Scheitern der bundesdeutschen Migrationspolitik, oder schlimmer noch, vielleicht sogar den vorsätzlichen Versuch der Zerstörung einer relativen kulturellen Homogenität im Dienste längerfristiger geopolitisch-strategischer Planungen.

Merkel-Poller vor dem Weihnachtsmarkt in der Breiten Sraße

Weihnachtsmärkte als Hochsicherheitszonen, abgesichert mit Anti-Terror-Sperren und bewaffneten Sicherheitskräften, größer könnte der Kontrast zwischen dem Bedürfnis der autochtonen Bevölkerung nach besinnlicher Rückbindung an tradierte Kulturinhalte und deren militante Bedrohung durch (sogar häufig illegal) eingewanderte, oft psychisch geschädigte Träger konkurrierender Kulturen kaum sein. Die Erfahrung der Erosion des eigenen identitätsstiftenden Kulturraumes wird so unmittelbar erlebbar.

Fotos: Frank Spatzier, Dez. 2025