Erntezeit

Kinder, wie die Zeit vergeht. Nicht lange ist es her, als so winzige wie verletzliche Keimlinge in ihren Pflanztöpfchen auf der Fensterbank unseres Schlafzimmers standen. Damals, Anfang März, mussten sie noch von einer Heizdecke gewärmt werden, um der Winterkälte trotzen zu können.

Danach mussten die wärmeliebenden Pflanzen aus tropischen Gefilden die norddeutschen Eisheiligen und die Schafskälte überstehen. Sogar der von Politik und angeschlossenen Propagandamedien ausgerufene Hitzesommer, also eine Handvoll warmer Tage in einem ansonsten eher kühlen Sommer, brachten nicht den erhofften Wachstumsschub.

Trotzdem haben sich die meisten der Chilipflanzen gut entwickelt, einige von ihnen, insbesondere aus der besonders hitzeaffinen Sorte Carolina Reaper, wurden nichts und vergeilten (kenne man auch aus heißen Sommertagen beim Catcalling in Fußgängerzonen).

Kurzum, in den nasskühlen Gefilden des nördlichen Mitteleuropas benötigen diese Sorten eine extrem lange Vegetationszeit und hätten bereits Anfang Februar angezogen werden sollen. Auch in Sachen Düngung und Topfgröße muss beim nächsten Mal nachjustiert werden, da eine zu gut gemeinte Nährstoffversorgung der Vergeilung Vorschub liefert.

Dennoch will ich nicht jammern, die Ernte ist bis jetzt beachtlich. Die Habaneros (Habanero Red Sativa) schmecken höllisch scharf und wunderbar aromatisch. Die Carolina Reaper habe ich noch nicht angerührt, sie kommen demnächst auf das Küchenbrett. Ich werde berichten!

Habanero Red Sativa
Jalapeno
Carolina Reaper
Habanero Red Sativa
diverse