Husum im Dreckswetter

Ab und zu verschlägt es mich nach Husum. Nicht etwa, weil es dort so schön ist. Weit gefehlt. Die Hauptstadt des Landkreises Nordfriesland ist eher unscheinbar und bemüht sich ein bisschen um so etwas wie maritimen Charme. Von der Nordsee ist dort aber weit und breit nichts zu sehen, obwohl sie ganz in der Nähe liegen soll – so heißt es zumindest hinter vorgehaltener Hand.

Bei diesem Besuch Anfang September war das Wetter abschreckend maritim-nordseehaft. Es war zum Schreien stürmig, ein heftiger Regenschauer jagte den nächsten. Ein Vorgeschmack also auf die langen und nicht enden wollenden Monate der dunklen Jahreszeit, die demnächst beginnen.

Ich hoffe inständig, bald nicht mehr nach Husum müssen. Hoffentlich wird es mir gelingen. Lieber Gott, bitte lass‘ mich nur noch einmal nach Husum müssen. Amen. (kleines Rätsel: was könnte jemand wie ich im Herbst in Husum wollen?)

Kloanlage am ZOB
Markt
Auch in der Einkaufspassage stehen die Zeichen auf Herbst
Gässchen
Es gießt in Strömen
Hafen oder so
Ebbe
Innenstadt
Ob ich mich bereits darauf niederlassen darf, ohne von den „Omas gegen Rechts“ verprügelt zu werden?
Herbstliche Tristesse
Stadtmitte
Baulücke
Grab von Theodor Storm
Damit man weiß, wo man ist
Gemütlicher Friedhof – hier möchte man gerne tot sein.
Ein Nadelbaum mit Ausblick auf Urnengräber gibt Schutz vor dem Regen
Toilettenanlage oder die Qual der Wahl

Alle Fotos © Frank Spatzier 2026