Die ScheissHeiligen sind vorbei, die Chillies dürfen langsam ins Freie

Zu den verlässlicheren Wettererscheinungen in norddeutschen Breiten (immerhin vergleichbar mit Neufundland, Kanada) zählen die Eisheiligen. Häufig sind sie wegen des ohnehin oft bescheidenen Wetters kaum als eigenständiges Phänomen erkennbar, sondern gehen im frösteligen Dauergeniesel einfach unter.

Diesmal war es anders, denn die Erdatmosphäre gewährte uns eine Handvoll schöner Tage im Vorfeld, um zu zeigen, was sie auch Schönes in der Schatulle bereithält, bevor die Temperaturen pünktlich zum heiligen Mamertus in den Keller, oder besser ins Kühlfach polterten. Auch Pankratius, Servatius, Bonifatius und die kalte Sophie überdeckten das Land mit nassen und windig-kalten Schleiern, so als wäre es Mitte November. Die Eisheiligen 2026 verdienen die Bezeichnung ScheissHeilige.

In den Nächten sanken die Temperaturen sogar noch tiefer als der Anstand der allermeisten Regierungspolitiker, so dass an ein Herausstellen der Chillies nicht zu denken war. Das Problem daran: Auf der Fensterbank wurde es langsam enger als eng, weil die Pflänzchen bestens gedeihen.

Heute, am 17. Mai, sind die Temperaturen so langsam wieder auf ein erträgliches Maß zurückgekehrt, mit 15 Grad zwar noch im eher lauen Anfängerbereich, doch immerhin hoch genug, um einige Chillies schonmal im Balkongewächshaus an die frische Luft zu gewöhnen. Am besten gewachsen sind bisher übrigens die Carolina-Reapers, aber auch die Jalapenos sehen bereits recht stattlich aus. Wie es aussieht, rückt das erste Chili-Wettessen so langsam in die Nähe…

P.S.: Keine Bange, auch dieser Mai wird trotz seiner ScheissHeiligen als heißester Mai seit Menschengedenken durch die Medien geistern…

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Hat nichts mit dem o.G. zu tun: Ich haben irgendeine KI ein Bild erstellen lassen, auf dem Frau Esken auf ein Grundgesetz pinkelt – das kam dabei heraus. Ob sie etwa einen Pillermann hat? Vielleicht weiß die KI mehr als wir…