1. Dezember 2022

Trotz, mit oder wegen?

Was ist denn da los? Das UKSH (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein) meldet Landunter: Schon 270 Mitarbeiter aus Pflege und Ärzteschaft sind infiziert und in Quarantäne. COVID-19 wütet, was sonst. Schuld sei die infektionsfreudige Variante BA 5, die zurzeit ihr Unwesen treibt. Es herrscht akuter Personal-Notstand, Stationen wurden geschlossen und Dienstreisen abgesagt. Patienten drohen längere Wartezeiten, planbare Operationen werden verschoben.

Impfquote der Mitarbeiter bereits im März bei 97,1 %  

Derweil steigt die Arbeitsbelastung der (noch) dienstfähigen Mitarbeiter. Das UKSH meldet wachsende Patientenzahlen. Und auch hier spiele das Virus als Haupt- oder Nebendiagnose eine erhebliche Rolle, so das Klinikum. Nun waren die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen bereits vor der Corona-Krise kein Zuckerschlecken – auch eine Folge der Ökonomisierung der Einrichtungen.

Man braucht nicht viel Phantasie, um sich die derzeitigen Zustände in deutschen Kliniken vorzustellen. Betten wurden abgebaut, ausbeuterische Arbeitsbedingungen beibehalten. Anstelle zusätzlichem Personal bedachte die neue Bundesregierung die Branche mit einer sektoralen Impfpflicht, was für viele Mitarbeiter das berufliche Aus bedeutete und die personelle Situation nicht nur in den Kliniken zusätzlich verschärfte.

Da das UKSH (übrigens geleitet von Kanzlerbruder Jens Scholz) als modernes Landesklinikum auch eine Vorbildfunktion einnehmen möchte, wurde die Impfquote von 97,1 % unter den Mitarbeitern im März als besonderer Erfolg gefeiert. Aktuell dürfte sie darüber liegen. Doch wie passt das zusammen: Mega-Impfquote und Mega-COVID-Krankenstand?

Unzulängliche Impfung?

Im Krankenhaus gilt Masken- und Abstandspflicht, für Besucher sogar die 3G-Regel. Auch dürfte das Personal in Hygienedingen gut geschult sein. Bleibt also nur anzunehmen, dass es an der Impfung liegt. Diese bietet, soviel ist mittlerweile bekannt, keinen nennenswerten Fremdschutz und hat auch einer eigenen Infektion wenig entgegenzusetzen. Ihre Wirkung lässt hinsichtlich einem eventuellen Verhindern schwerer Verläufe schnell nach, was häufiges Nachspritzen nötig macht. Die Wirkung der x-maligen Injektionen mit mRNA-Therapeutika auf den Organismus ist bisher ungeklärt.

So legt der hohe COVID-Krankenstand nahe, dass die Impfung weit weniger ist, als der vielgepriesene Gamechanger.  Dass trotzdem stur daran festgehalten wird, ebenso an der sektoralen Impfpflicht im Gesundheitswesen, gehört also eher in die Kategorie irrationaler Gängelungs- und Symbolpolitik (oder in die der institutionellen Korruption zwischen Staat und Pharmaindustrie). Anstelle nutzloser Repressalien sollte also eher der vernünftige Umgang mit einem ohnehin vorhandenen und endemisch gewordenen Erreger erlernt werden.

Übrigens mehren sich die Hinweise darauf, dass die mRNA-Impfungen womöglich COVID-19 (zumindest eine PCR-positive Infektion) verursachen könnten. Hier bleibt abzuwarten, was die derzeit noch dürftige Studienlage ergeben wird. Die Frage bleibt also spannend: Haben sich die Mitarbeiter trotz, mit oder wegen der Impfung infiziert?

https://reitschuster.de/post/angstmache-corona-notstand-in-deutscher-klinik/

https://tkp.at/2022/07/06/israel-geimpfte-3-bis-5-mal-wahrscheinlicher-mit-covid-diagnose-als-ungeimpfte/

https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/zum-zweiten-mal-corona-was-ich-aus-meiner-omikron-ba5-reinfektion-gelernt-habe-li.243698

Titelfoto: Frank Spatzier