Sommer, Sonne, Gartenzeit: In den letzten Monaten haben andere Schwerpunkte das Leben bestimmt, als die publizistische Arbeit am Computer. Nun herbstelt es langsam, so dass die Muße für das Tippen zurückkehrt. Zudem haben sich die politischen und gesellschaftlichen Zustände nicht geändert. Im Gegenteil, sie haben sich deutlich verschlechtert.

Parallel zur immer aggressiver vorangetriebenen gesellschaftlichen Spaltung in Geimpfte und „ungeimpfte Volksschädlinge“ schaffen Politiker in Bund und Ländern erste Voraussetzungen zur Einrichtung einer Impf-Apartheid und verraten immer ungenierter den Geist des Grundgesetzes, in dem die bitteren Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus verarbeitet worden sind .

Hinter den verharmlosenden Neuschprech-Kürzeln wie „3G“ oder „2G“ verbirgt sich die unverhohlene Diskriminierung von Menschen, die sich gegen medizinische Eingriffe mit experimentellen und nicht regulär zugelassenen Präparaten entschieden haben. Deutschland befindet sich im freien Sinkflug einer zivilisatorischen Regression in Richtung seiner unheilvollsten historischen Epochen.

Offensichtlich haben weite Teile aus Bevölkerung, Medien und Politik nichts aus der Geschichte dieses Landes gelernt und befürworten die Ausgrenzung, Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen mit abweichenden Meinungen, von Menschen, die „nicht mitspielen“. Immer deutlicher wird, dass sich Grundelemente einer Geschichte wiederholen, die vor einigen Jahrzehnten in die Katastrophe geführt hatten.

Übrigens: Als gegen  Corona-ungeimpfter Mitarbeiter wurde ich vom Geschäftsführer des Unternehmens, für das ich (noch) arbeite, heftig unter Druck gesetzt. Auf einer Dienstbesprechung fielen vor dem Kollegium Anschuldigungen, die in der Tendenz in Richtung „antisolidarischer Firmen- und Volksschädling“ gingen – pikanter Weise von einem Chef, der sich selbst gerne als Christ und Humanist in Szene setzt. Auch über dieses traurige Kapitel der Diskriminierung, Verunglimpfung und Abwertung selbstbestimmter Entscheidungen werde ich künftig in der Rubrik „Ungeimpft“ berichten.

Disclaimer: Ich bin kein genereller Impfgegner, eher im Gegenteil. Ich befürworte Impfungen mit langjährig erprobten und wirkungsvollen Impfstoffen, wie etwa jene gegen Tetanus oder Diphterie. Einen indirekten Zwang zu gentherapeutischen Impfungen mit mRNA- oder Vektorimpfstoffen, die sich noch in der Erprobungsphase befinden und deren Auswirkungen auf das natürliche humane Immunsystem kaum erforscht sind, lehne ich unter Verweis auf den NÜRNBERGER KODEX entschieden ab.